Wie hoch sollte dein Geschäftsführergehalt sein? Die steuerlich optimale Berechnung
Wie hoch sollte dein Geschäftsführergehalt sein? Die steuerlich optimale Berechnung

Wie hoch sollte dein Geschäftsführergehalt sein? Die steuerlich optimale Berechnung

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von Alex­ander Keck 

Autor der Best­seller »Weniger Steuern & mehr Vermögen« und »GmbH gründen«

Hier ist meine Formel für ein steu­er­lich opti­males Geschäftsführergehalt:

Steu­er­lich opti­males Gehalt = (Lebens­hal­tungs­kosten + Puffer) × Steu­er­faktor + KV/PV-Beiträge

Wenn du diese vier Kompo­nenten sauber bestimmst, zahlst du privat nicht mehr Steuern als nötig und kannst die Steu­er­vor­teile deiner GmbH voll nutzen.

Wichtig: Diese Formel funk­tio­niert nur, wenn du eine Holding­struktur hast oder deine Operativ-GmbH wie eine Holding nutzen kannst.

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Inhaltsverzeichnis

1. Persönlichen Kapitalbedarf bestimmen

Da die persön­liche Einkom­men­steuer regel­mäßig höher ist als die Besteue­rung inner­halb der GmbH, sollte dein privates Einkommen den tatsäch­li­chen Konsum nicht deut­lich übersteigen.

Zum persön­li­chen Bedarf gehören sämt­liche Lebens­hal­tungs­kosten, also alles, was privat verbraucht wird.

Vermö­gens­in­ves­ti­tionen, etwa in Aktien, ETFs oder Immo­bi­lien, sollten mit dem Kapital der GmbH/Holding bestritten werden (z. B. über Gesell­schaf­ter­dar­lehen) und nicht aus dem persön­lich versteu­erten Einkommen.

Hast du neben dem GF-Gehalt noch weitere Einkünfte, benö­tigst du entspre­chend weniger Gehalt aus der GmbH. Diese Einkünfte kannst du somit von der obigen Formel abziehen.

2. Sicherheits-Puffer einplanen

Plane einen Puffer für unge­plante Ausgaben ein.

Faust­regel: 10–20 % der Lebenshaltungskosten

Je besser du deine privaten Ausgaben kennst, desto kleiner kann der Puffer sein. Fühlst du dich mit einem größeren Puffer wohler, dann nur zu.

Um jeder­zeit liquide zu bleiben und privat auf größere Beträge zurück­greifen zu können, empfiehlt sich ein Rahmen­dar­lehen von der GmbH, auch wenn es gerade nicht benö­tigt wird.

Dieses Rahmen­dar­lehen funk­tio­niert wie eine Konto­kor­rent­linie von deiner GmbH: Du kannst dann bei Bedarf jeder­zeit von der GmbH ein Darlehen an dich auszahlen.

3. Steuerfaktor ermitteln

Deinen Konsum finan­zierst du aus versteu­ertem Einkommen. Deshalb musst du dein benö­tigtes Netto auf ein entspre­chendes Brutto hochrechnen.

Das gelingt entweder über einen Einkom­men­steu­er­rechner (wie den des Bundes­fi­nanz­mi­nis­te­riums) oder über praxis­nahe Richtwerte:

Lebens­un­ter­halt + Puffer (Netto)Zu versteu­erndes Einkommen (Brutto)Durch­schnitts­steu­er­satz
Steu­er­faktor
60.000 €85.000 €30 %142 %
80.000 €120.000 €33 %150 %
100.000 €155.000 €35 %155 %
150.000 €240.000 €38 %160 %

Beispiel: Benö­tigst du 80.000 € netto pro Jahr, brauchst du rund 120.000 € zu versteu­erndes Einkommen. Der Steu­er­faktor beträgt somit etwa 150 %.

4. Kranken- und Pflegeversicherung berücksichtigen

Beiträge zur Kranken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung sind unbe­grenzt als Sonder­aus­gaben abzugs­fähig. Du zahlst sie somit aus deinem unver­steu­erten Einkommen.

Addiere diese Beiträge deshalb auf das zuvor ermit­telte zu versteu­ernde Einkommen.

Fazit: Vermeide den klassischen Gehaltstrugschluss

Wenn mich jemand fragt: „Wie hoch darf mein Geschäfts­füh­rer­ge­halt sein“, dann ist das die falsche Frage.

Das fragt nur jemand, der keine Holding­struktur hat und für den das Gehalt noch die güns­tigste Option ist, die Gewinne auf die private Seite zu ziehen.

Klüger ist:

  • privat nur so viel verdienen und versteuern wie nötig
  • Vermögen inner­halb der GmbH- und Holding­struktur aufbauen
  • Gehalt stra­te­gisch statt emotional festlegen

Hier findest du meinen steu­er­op­ti­mierten GF-Anstel­lungs­ver­trag speziell für von der Sozi­al­ver­si­che­rung befreite Gesellschafter-Geschäftsführende.

 

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